Die Stimmbevölkerung der Stadt Zürich hat im März 2013 die Grüne Initiative «Bezahlbar und ökologisch Wohnen!» mit 75,3 Prozent deutlich angenommen. Damit ist der Weg frei für eine neue Wohnbaustiftung, die mit einem Grundkapital von 80 Millionen Franken ausgestattet wird. Neben der Stiftung Alterswohnungen, der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien und der Stiftung PWG soll die neue Stiftung insbesondere den ökologischen Aspekt beim Wohnen fördern. Zentral ist, dass der Wohnflächenverbrauch pro Person von heute 41 Quadratmetern Nettowohnfläche wieder auf ein vernünftiges Mass reduziert wird. Seit 1970 hat in der Stadt Zürich die durchschnittliche Wohnfläche pro Person um 11 Quadratmeter zugenommen. Auch beim Ausbaustandard gibt es heute Handlungsbedarf. Viele Personen, die in der Stadt Zürich leben, würden gerne auf einen maximalen Ausbaustandard und grosse Wohnfläche verzichten, wenn die Mietpreise dafür bezahlbar bleiben. Die neue Stiftung wird sich diesen Herausforderungen stellen müssen – die Gebäuden ökologisch vorbildlich planen und bauen und gleichzeitig Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis anzubieten.

Mit dem wohnbaupolitischen Grundsatzartikel, den die Grünen unterstützt haben, muss die Stadt Zürich den Anteil an gemeinnützigen Wohnungen auf einen Drittel erhöhen. Diese Herausforderung ist anspruchsvoll – aber machbar. Es wird nicht reichen, wenn die Stadt einzelne Grundstücke im Baurecht den Genossenschaften abgeben. Sie muss auch selber die Anzahl an städtischen Wohnungen erhöhen. Daher muss die Stadt Zürich auch vermehrt bestehende Gebäude von Privaten kaufen.

Forderungen:

  • Erwerb von Liegenschaften durch die Stadt
  • Erwerb von Grundstücken durch die Stadt
  • Kein Landverkauf innerhalb der Stadt Zürich
  • Die Mittel aus Grundstück- und Liegenschaftsverkäufen ausserhalb der Stadt Zürich werden für Landerwerb und Kauf von Liegenschaften innerhalb von Zürich eingesetzt, dafür soll ein Fonds eingerichtet werden